SVG Königsspringer Leverkusen 1919

alles Schach hier oder was ....

Vereinsmeisterschaft Runde 4  Unten

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  • Anonymous

    Spiegel online verzapfte folgenden Unsinn über den gestrigen Verlauf


    "In diesem Augenblick aber zeigte Kramnik den “Human Factor”, die menschliche Schwäche, die dem Rechner eben nie unterlaufen würde: Er übersah schlicht die Gefahr, dass Deep Fritz ihn binnen weniger Minuten Schach stellen könnte, und spielte, ganz auf eine eigene Strategie fixiert, auf Sieg. Zu dem aber kam es nicht mehr. Deep Fritz stellte Kramniks schwarzen König mit der weißen Dame kalt, während Kramniks Figur jede Ausweichmöglichkeit verbaut war. "


     


    besonders gelungen find ich die Passage "..binnen weniger Minuten"


     


    gefunden bei den von mir innig geliebten Schachblätter


    mf


     



    Muahahaha! Smiley Da sieht man mal wieder, was Schach für ein Exotensport ist! (Ich hab noch selten einen Artikel über Schachevents in Populärzeitungen gesehen, der auch nur den Hauch von Ahnung offenbarte...)

  • Ein Motorrad kostet auch nicht 20 Euro und es ist ja bereits heute so, dass jämmerliche Amateure mit ihren Fritz-Programmen Profi-Partien verfolgen und dan glauben, diese beurteilen zu müssen.
  • Spiegel online verzapfte folgenden Unsinn über den gestrigen Verlauf

    "In diesem Augenblick aber zeigte Kramnik den “Human Factor”, die
    menschliche Schwäche, die dem Rechner eben nie unterlaufen würde: Er
    übersah schlicht die Gefahr, dass Deep Fritz ihn binnen weniger Minuten
    Schach stellen könnte, und spielte, ganz auf eine eigene Strategie
    fixiert, auf Sieg. Zu dem aber kam es nicht mehr. Deep Fritz stellte
    Kramniks schwarzen König mit der weißen Dame kalt, während Kramniks
    Figur jede Ausweichmöglichkeit verbaut war. "

     

    besonders gelungen find ich die Passage "..binnen weniger Minuten"

    gefunden bei den von mir innig geliebten Schachblätter

    mf

     

  • Querspringer

    AnonymousKramnik hin oder her, wenn in naher Zukunft jeder Rechner für für 20 Euros aus dem Cash- und Carry-Markt sogar den Weltmeister und sämtliche Vereinsmeister besiegen kann, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, Schach zu spielen.


    Genau! Es gibt ja auch keinen Grund mehr zum Singen, weil jede Sterioanlage das lauter kann! Smiley



    Völlig korrekt! Schach als Wettkampf wird dann genauso weiterleben wie z. B. die Tour des France, die - abgesehen von Dopinggeschichten - immer noch sehr interessant ist, obwohl jeder weiß, dass man die Strecke mit Motorrädern schneller bewältigt.


  • AnonymousDer Wihnachtsmann ist nicht identisch mit dem "amerikanischen" Santa Claus


    Der, den man zur Zeit oder demnächst wieder in vielen Kaufhäusern trifft schon!

  • Der Wihnachtsmann ist nicht identisch mit dem "amerikanischen" Santa Claus

  • AnonymousVielleicht sollte man auch mal auf http://www.heise.de/newsticker/meldung/81559 verweisen, wo unter anderem zu lesen steht: Auch andere Klauseln sind eher ungewöhnlich - so bekommt Kramnik zum Beispiel während der Eröffnung auf einem eigenen Bildschirm das Eröffnungsbuch des Programms angezeigt: "... sieht er sämtliche Züge einschließlich aller Statistiken (Anzahl der Partien, ELO-Performance, Punktausbeute) aus Großmeisterpartien sowie außerdem den gerade von Deep Fritz erwogenen Zug", steht in den Wettkampf-Regeln. Das ist, als ob Kramnik bei seinem WM-Sieg gegen Garri Kasparow im Jahr 2000 sich über das Brett hätte beugen dürfen und fragen: "Sag mal, Garri, was spielt man in dieser Eröffnung denn so?". Und Kasparow, statt ihm dafür die Figuren an den Kopf zu werfen, hätte ein paar Züge genannt, die schon von starken Großmeistern gespielt wurden, und dazu eine Prozentzahl, wieviele dieser Partien von Weiß und wieviele von Schwarz gewonnen wurden, mit einer Stelle nach dem Komma.


    Das ist allerdings interessant! Danke für die Infos. Wirft ein ganz neues Licht auf die Sache.

  • Capablanca
    Quote

    Meines Wissens hat Kramnik mit genau dem Programm trainiert, das jetzt zum Einsatz kommt. Der Computer, der benutzt wird, ist irrelevant. Die Rechenpower hat nur Einfluss auf die Suchtiefe, nicht auf die Qualität der Suche. Und Kramnik wird "seinen" Rechner schon ordentlich tief suchen gelassen haben, davon kann man ausgehen.


    Ob Fritz Zugumstellungen bemerkt oder nicht liegt am ausschließlich am Eröffnungsbuch. Und natürlich sind (die meisten) Eröffnungszüge durchaus auch logisch und berechenbar.


    Was ich sagen wollte, ist: Gegen ein Computerprogramm ist es wesentlich einfacher, sich auf langzügige Kombinationen vorzubereiten. Weil das Programm nicht variiert, zumindest nicht, wenn die Programmierer nicht eingreifen und es keine Gelegenheit hatte, aus seinen Fehlern zu "lernen". Kramnik (bzw. seine emsigen Helfer) braucht im Labor "nur" einen Gewinnweg auszutüfteln - und er wird gewinnen. Wenn "deine" 31-Züge Hypothese stimmt, hätte er eigentlich gewinnen müssen. Die restlichen 20 Züge dürften dann auch nicht mehr das Problem sein. Weil, wie gesagt, das Programm ja nicht anders kann...



    Natürlich hängt die Stärke des Deep Fritz von der Rechnerpower ab die dahinter steckt.


    Wenn ich das Programm auf dem neuesten Centrinonotebook, oder Pentium Dualcore Rechner laufen lasse, dann ist das schon ein großer Unterschied.(oder auf meinem Pentium 4 2,4 Ghz Heimrechner)


    Und auf dem jetzigen Event läuft Deep Fritz auf einem Intel Dual Core 2 Duo 5160, das ist ein Prozessor der neuesten Generation.


    Hier ein Ausschnitt aus dem Spiegel-Online-Bericht:


    .....Schon die handelsüblichen Notebooks mit Dual Intel Core Duo -Prozessoren erzielen heute die gleichen Geschwindigkeiten wie der Vierprozessorserver, auf dem Deep Fritz vor vier Jahren lief. Beim Wettkampf wird ein Dual Intel Core 2 Duo 5160 zum Einsatz kommen, der Deep Fritz - gegenüber Bahrain ebenfalls von Version 7 auf Version 10 verbessert - auf eine Geschwindigkeit von etwa acht Millionen Stellungen pro Sekunde katapultiert.Die Bahrain-Version rechnete 2002 "nur" 2,7 Millionen Stellungen pro Sekunde. Bei acht Millionen kommt Deep Fritz auf eine Suchtiefe von etwa 17 bis 18 Halbzügen im Mittelspiel, das sind neun Züge, die er für jede Seite im Voraus berechnet. Im Endspiel kann die Suchtiefe bei reduziertem Material auch deutlich höher liegen.......


    Im Gegenzug rechnet Kramnik im seiner Vorbereitung vielleicht 5-10 Varianten mit vielleicht 30 bis 40 Züge.


    Und trotzdem kann er der Maschine Paroli bieten, und ist vielleicht in manchen Belangen besser, z.B. hat Kramnik Intuition.


     


    Gruß


     


    Capablanca


    editiert von: Capablanca, 28.11.2006, 14:08 Uhr


    Irgendwie hast Du mich nicht verstanden, glaube ich.

  • Vielleicht sollte man auch mal auf http://www.heise.de/newsticker/meldung/81559 verweisen, wo unter anderem zu lesen steht:
    Auch andere Klauseln sind eher ungewöhnlich - so bekommt Kramnik zum Beispiel während der Eröffnung auf einem eigenen Bildschirm das Eröffnungsbuch des Programms angezeigt: "... sieht er sämtliche Züge einschließlich aller Statistiken (Anzahl der Partien, ELO-Performance, Punktausbeute) aus Großmeisterpartien sowie außerdem den gerade von Deep Fritz erwogenen Zug", steht in den Wettkampf-Regeln. Das ist, als ob Kramnik bei seinem WM-Sieg gegen Garri Kasparow im Jahr 2000 sich über das Brett hätte beugen dürfen und fragen: "Sag mal, Garri, was spielt man in dieser Eröffnung denn so?". Und Kasparow, statt ihm dafür die Figuren an den Kopf zu werfen, hätte ein paar Züge genannt, die schon von starken Großmeistern gespielt wurden, und dazu eine Prozentzahl, wieviele dieser Partien von Weiß und wieviele von Schwarz gewonnen wurden, mit einer Stelle nach dem Komma.

  • AnonymousChristkind? Du meinst den Weihnachtsmann?


    Nein, ich meine das Christkind. Der Weihnachtsmann ist eine amerikanische Erfindung.


  • Quote

    Meines Wissens hat Kramnik mit genau dem Programm trainiert, das jetzt zum Einsatz kommt. Der Computer, der benutzt wird, ist irrelevant. Die Rechenpower hat nur Einfluss auf die Suchtiefe, nicht auf die Qualität der Suche. Und Kramnik wird "seinen" Rechner schon ordentlich tief suchen gelassen haben, davon kann man ausgehen.


    Ob Fritz Zugumstellungen bemerkt oder nicht liegt am ausschließlich am Eröffnungsbuch. Und natürlich sind (die meisten) Eröffnungszüge durchaus auch logisch und berechenbar.


    Was ich sagen wollte, ist: Gegen ein Computerprogramm ist es wesentlich einfacher, sich auf langzügige Kombinationen vorzubereiten. Weil das Programm nicht variiert, zumindest nicht, wenn die Programmierer nicht eingreifen und es keine Gelegenheit hatte, aus seinen Fehlern zu "lernen". Kramnik (bzw. seine emsigen Helfer) braucht im Labor "nur" einen Gewinnweg auszutüfteln - und er wird gewinnen. Wenn "deine" 31-Züge Hypothese stimmt, hätte er eigentlich gewinnen müssen. Die restlichen 20 Züge dürften dann auch nicht mehr das Problem sein. Weil, wie gesagt, das Programm ja nicht anders kann...

    Natürlich hängt die Stärke des Deep Fritz von der Rechnerpower ab die dahinter steckt.

    Wenn ich das Programm auf dem neuesten Centrinonotebook, oder Pentium Dualcore Rechner laufen lasse, dann ist das schon ein großer Unterschied.(oder auf meinem Pentium 4 2,4 Ghz Heimrechner)

    Und auf dem jetzigen Event läuft Deep Fritz auf einem Intel Dual Core 2 Duo 5160, das ist ein Prozessor der neuesten Generation.

    Hier ein Ausschnitt aus dem Spiegel-Online-Bericht:

    .....Schon die handelsüblichen Notebooks mit Dual Intel Core Duo -Prozessoren erzielen heute die gleichen Geschwindigkeiten wie der Vierprozessorserver, auf dem Deep Fritz vor vier Jahren lief. Beim Wettkampf wird ein Dual Intel Core 2 Duo 5160 zum Einsatz kommen, der Deep Fritz - gegenüber Bahrain ebenfalls von Version 7 auf Version 10 verbessert - auf eine Geschwindigkeit von etwa acht Millionen Stellungen pro Sekunde katapultiert.Die Bahrain-Version rechnete 2002 "nur" 2,7 Millionen Stellungen pro Sekunde. Bei acht Millionen kommt Deep Fritz auf eine Suchtiefe von etwa 17 bis 18 Halbzügen im Mittelspiel, das sind neun Züge, die er für jede Seite im Voraus berechnet. Im Endspiel kann die Suchtiefe bei reduziertem Material auch deutlich höher liegen.......

    Im Gegenzug rechnet Kramnik im seiner Vorbereitung vielleicht 5-10 Varianten mit vielleicht 30 bis 40 Züge.

    Und trotzdem kann er der Maschine Paroli bieten, und ist vielleicht in manchen Belangen besser, z.B. hat Kramnik Intuition.

    Gruß

    Capablanca





    editiert von: Capablanca, 28.11.2006, 14:08 Uhr
  • Christkind? Du meinst den Weihnachtsmann?

  • AnonymousStereoanlage schreibt mann mit "e" nicht mit "i"


    Oh, Danke für den Hinweis! Smiley Jetzt weiss ich endlich, warum mir das Christkind nie so ein Teil gebracht hat, obwohl es immer auf meinem Wunschzettel stand. Smiley

  • Stereoanlage schreibt mann mit "e" nicht mit "i"

  • AnonymousKramnik hin oder her, wenn in naher Zukunft jeder Rechner für für 20 Euros aus dem Cash- und Carry-Markt sogar den Weltmeister und sämtliche Vereinsmeister besiegen kann, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, Schach zu spielen.


    Genau! Es gibt ja auch keinen Grund mehr zum Singen, weil jede Sterioanlage das lauter kann! Smiley

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